U-Boot Bunker Valentin

(Text: Auszüge von Infotafeln in der Ausstellung)

„Die Kriegsmarine hatte den Bunker mit dem Tarnnamen „Valentin“ als bombengeschützte U-Boot-Werft geplant. Auf der Baustelle arbeiteten von Mai 1943 bis April 1945 mehr als 10.000 Zwangsarbeiter aus ganz Europa. Über 1.600 starben an der schweren Arbeit und den Bedingungen in den Lagerunterkünften. Anfang April 1945 wurden die Arbeiten nach Luftangriffen eingestellt. Im Bunker „Valentin“ wurde nie ein U-Boot gebaut.“

Mahnmal „Vernichtung durch Arbeit“

 
„Die Freie Hansestadt Bremen erinnert mit diesem Mahnmal an die Unmenschlichkeit der deutschen Faschisten. Das Millionenheer der KZ-Häftlinge mußte für die deutsche Kriegsmaschinerie schuften und sterben.“
 
 
 
 
 
 
 
 
Bunker Südseite

 
„Über 1.000 Fotos und 80 Minuten Filmmaterial von der Baustelle sind überliefert. […] Sie dokumentieren vor allem die technischen Abläufe der einzelnen Abschnitte und die Größe der Baustelle. Die Zwangsarbeiter erscheinen darin nur als Teil des Arbeitsprozesses. Auf ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen lassen die Fotos selten Rückschlüsse zu. Die alltägliche Gewalt der Bewacher und Vorarbeiter gegenüber den Zwangsarbeitern wird nicht gezeigt.“
 
 
 
 

 
„Die Bundesmarine nutzte den Bunker „Valentin“ seit Mitte der 1960er-Jahre als Materialdepot. Das Gelände wurde zum militärischen Sperrgebiet erklärt und war für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Auch die Bezeichnung verschwand: Aus dem Bunker „Valentin“ wurde das „Marinematerialdepot, Teileinheit Wilhelmshaven.[…] Ende 2010 gab die Bundeswehr das Depot auf.“
 

 
 
Ruinenteil Westseite

 

 
 
Rückseite der U-Boot-Schleuse

 
Schleusenbecken

 

 
Westseite mit Schleusentor

 

 
Zuliefertor Werft (Nordseite)

„Durch diese Öffnung sollten die in Bremen, Hamburg und Danzig vorgefertigten U-Boot-Sektionen zur Montage ins Innere der Werft transportiert werden.“
 
 
„Die Alliierten planten 1949 die Sprengung des Bunkers. Die Erschütterung durch die Explosion hätte jedoch viele umliegende Häuser und das nahe gelegene Kraftwerk beschädigt. In den folgenden Jahren gab es verschiedene Vorschläge für eine neue Nutzung, zum Beispiel als Lager für Salzheringe oder als Standort für Atomreaktoren. 1960 übernahm die Bundesmarine den Bunker.Sie baute den östlichen Teil zur Lagerfläche um. 1978 ließ sie zwischen dem zerstörten und dem sanierten Bereich eine Trennwand errichten. Seitdem ist die ehemalige Produktionshalle nicht mehr in ihrer ursprünglichen Größe und Funktion erkennbar.“
 
Weitere Informationen und Bildmaterial: http://www.denkort-bunker-valentin.de/startseite.html

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